kripo-bannerEin Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für jeden Betroffenen einen großen Schock. Die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder auch psychische Folgen wiegen dabei meist sogar stärker als der rein materielle Schaden. Zugleich unterschätzen viele Bürgerinnen und Bürger das Risiko, selbst Opfer eines Einbruches zu werden. Oftmals lassen sie sich von falschen Vorstellungen leiten, wie z. B.:

  •  „Bei mir ist sowieso nichts zu holen.“ – Irrtum! Einbrecher nutzen günstige Gelegenheiten (schlecht gesicherte Türen und Fenster, Anonymität etc.) rigoros aus.
  • „Einbrecher kommen nachts.“ – Falsch! Sie kommen meist tagsüber, wenn üblicherweise niemand zu Hause ist.
  • „Ich bin ja versichert.“ – Sich auf seinen Versicherungsschutz zu verlassen, kann verhängnisvoll sein. Was ist, wenn Sie unterversichert sind?

Warten Sie also nicht, bis Sie sich möglicherweise eines Besseren belehren lassen müssen. Nutzen Sie die Informationen Ihrer Polizei, um Ihr Eigentum rechtzeitig wirkungsvoll zu schützen!

Mechanische Sicherungseinrichtungen

Über ein Drittel aller Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken. Mechanische sicherungstechnische
Einrichtungen tragen dazu wesentlich bei.

  • Der Einbruchschutz von Türen kann, durch Zusatzsicherungen, deutlich verbessert werden.
  • Alle Nachrüstungen für Türblätter, -rahmen, -bänder und -schlösser sowie für Beschläge und Schließbleche müssen sinnvoll aufeinander abgestimmt sein.
  • Bauen Sie in Ihre Haus- oder Wohnungstür einen Weitwinkel-Türspion ein (mindestens 180°), damit Sie sehen, wer zu Ihnen will. Wenn Sie öffnen, dann nur mit vorgelegtem Sperrbügel!
  • Auch eine Türsprechanlage, evtl. kombiniert mit einer integrierten Videokamera, kann sinnvoll sein.
Weitere Informationen zu Türsicherheit

Fenster / Fenstertüren / Rollläden

Mit geprüften einbruchhemmenden Fenstern und Fenstertüren können Sie sich vor unliebsamen Besuch schützen.

  • Abschließbare Fenstergriffe sind nur in Verbindung mit einem einbruchhemmenden Fensterbeschlag sinnvoll.
  • Fenster werden häufig aufgehebelt. Einen guten Schutz bieten einbruchhemmende Fensterbeschläge oder Zusatzsicherungen.
  • Häufig gekippte Fenster können mit einem Gitter gesichert werden.
  • Rollläden haben in aller Regel keine einbruchhemmende Wirkung und sollten zumindest gegen Hochschieben gesichert werden.
  • Gitterroste von Kellerlichtschächten sollten wenigstens mit speziellen Abhebsicherungen gesichert werden.
Weitere Informationen zu Fenstersicherheit

Alarmanlagen

Fachgerechte montierte Einbruchmeldeanlagen für die Außenhaut- und Fallenüberwachung können
mechanische Sicherungen zwar nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen. Ihr Vorteil: Sie erhöhen das
Entdeckungsrisiko für den Einbrecher.

  • Neben dem akustischen und optischen Alarm ist auch eine stille Alarmierung möglich und wichtig, also die Alarm-Weiterleitung zu einer Hilfe leistenden Stelle.
Weitere Informationen zu Alarmanlage

Tipps

  • Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit.
  • Wenn Sie Ihren Schlüssel verloren haben, wechseln Sie umgehend den Schließzylinder aus.
  • Auch wenn Sie Haus und Wohnung nur kurzfristig verlassen: Ziehen Sie die Tür nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie immer zweifach ab.
  • Deponieren Sie Ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals außerhalb Ihrer Räume: Einbrecher kennen jedes Versteck!
  • Vorsicht! Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen.
  • Nutzen Sie Türspion und Sperrbügel (Türspaltsperre).

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Fundel und Kurtz unterstüzt die Kampagne K-EINBRUCH